Fütterung

    Fütterung

    Ich helfe ihnen die optimale Fütterung für ihr Pferd zu finden.
    Oft haben Krankheiten wie Sommerekzem, Hufrehe, PSSM, Cushing, EMS, Kotwasser etc. mit dem Stoffwechsel zu tun und die Symptome werden weniger oder sogar geheilt bei der Umstellung der Pferdefütterung.

     

    Was braucht das Pferd?

    Raufutter

    Heu
    8-16kg pro Tag und Pferd, am besten ständig zur freien Verfügung. Heunetz mit kleinen Maschen verlängern die Fresszeit.

    Stroh
    Zum Knabbern zwischen durch zur Verfügung stellen

    Bsp. für Beschäftigung, Zahnabnutzung, Produktion Speichel und Verdauungssektret, Hauptlieferant Mineralien, Spurenelemente und Vitaminen etc.

    Kraftfutter

    Hafer
    Kann ganz oder frisch gequetscht verfüttert werden.
    Wird früh im Dünndarm verdaut -> schnelle Energie

    Gerste
    Darf nur gequetscht oder gewalzt verfüttert werden.
    Wird später im Dünndarm verdaut -> langsamere Energie

    Bsp. für schnelle Energie, Eiweisslieferant für zusätzlichen Muskelbedarf, Lieferant für Fettsäuren

    Saftfutter

    Karotten, Äpfel
    Bsp. für Belohnung

    Was braucht das Pferd nicht?

    Silage / Heulage / Haylage / Feuchtheu

    Silageprozess benötigt Michsäurebakterien daneben entsehen bei fast jedem Silierungsprozess Schimmelpilze.
    Milchsäurebakterien kommen beim Pferd nur in geringen Mengen im Magen vor.

    Auswirkung:
    Ansiedlung von Milchsäurebakterien im Dünn- und Dickdarm
    Verdrängung der Darmflora durch Milchsäurebakterien
    Überlastung der Leber mit Giftstoffen und Säuren aus dem Darm
    Zeitlich verzögert können folgende Krankheiten und Symptome entstehen: Kotwasser, Durchfall, Kolik, Magen- und Darmgeschwüre, Hufrehe, Strahlfäule, Hufabszesse, Mauke, (Sommer-)Ekzem, Lymphstau, angelaufene Beine, Sehnenschäden, Leistungsabfall, Rückenblockaden, Kreuzschlag, Allergien
    etc.

    Heucobs, Heupresslinge

    Cobs und Presslinge müssen immer eingeweicht gefüttert werden um Schlundverstopfungen und Kolik zu vermeiden.
    Nur Notfallfütterung für alte Pferde ohne Zähne, kein Heuersatz für "gesunde" Pferde!

    Müslis, Pellets

    Werden für den Besitzer gemacht da sie gut riechen (ätherische Öle) und gut aussehen.
    Werden gern gefressen dank Geschmacksregulanzien

    Inhaltsstoffe
    Mais: leicht lösliche Stärke (Blutzuckerspiegel), schwer lösliche Stärke (Michläurebakterien)
    Melasse: Nährboden für Bakterien und Pilze, Blutzuckerspiegelbelastung
    Struktur: verlängern die Darmpassage bis zu einer Woche, Fehlgärungen im Dickdarm
    Weizen: enthält Gluten (Klebereiweiss) führt zu Darmschleimhautentzündungen
    Dinkel: "Urdinkel" recht gut verträglich, Hochleistungsdinkel entspricht Weizen
    Apfeltrester: besteht aus Pektin und Fruchtzucker -> Kotwasser
    Rübenschnitzel: enthalten Pektine und Zucker -> Kotwasser
    etc.

    Leckerchen

    Bananen: enthalten relativ viel Magnesium, viel Zucker, stören die Darmflora, häufig schadstoffbelastet
    Zitrusfrüchte: stören empfindlich die Darmflora, zu sauer, schadstoffbelastet
    Brot: besteht aus Weizenmehl (Gluten) und evtl. Roggenmehl (noch mehr Gluten)
    Karotten: hoher Gehalt an B-Carotin, viel Zucker. 2-3 Karotten am Tag ok, mehr ist schädlich. Hufrehepferde keine Karotten!

     

     

    Buchempfehlung:

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    Pferde fit füttern meint nicht etwa, den Pferden mit Zusatzfutter zu einer besseren Ausschöpfung des Potentials zu verhelfen. Vielmehr beschäftigt sich das Buch mit dem Thema artgerechte Fütterung aus verschiedenen Blickwinkeln. Neben der genauen Beschreibung der Vorgänge im Verdauungstrakt werden auch die verschiedenen Futtermittel und ihre Wirkung auf den Stoffwechsel des Pferdes betrachtet. Der Leser findet hier eine Anleitung dafür, sein Pferd genau auf dessen Bedürfnisse abgestimmt zu füttern und damit gesund zu erhalten.

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